Liebeskummer - Krise mit Powerpotenzial

Du bist das Beste in deinem Leben!

Liebeskummer Potenzial Entwicklung Chancen

„Es ist vorbei!“ Drei kleine Worte – so viel Macht! Das Leben wird von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt. Dein Partner*in hat dich verlassen, und nichts ist mehr wie es einmal war. Alles Gewohnte, Vertraute, all das, was Stabilität und Sicherheit gegeben hat, ist von heute auf morgen weg. Und jetzt? Du fühlst dich ratlos, verzweifelt und überfordert.  

 

Was ist eine Krise?

Um es auf den Punkt zu bringen: Eine emotional sehr anstrengende Lebensphase, die aber – aufgepasst! – enormes Entwicklungspotenzial in sich birgt. Nein, das soll nicht zynisch klingen, sondern Mut machen! Um zu verstehen, wie man eine Krise meistert, versuche ich, meinen Klienten im ersten Schritt erst einmal zu erklären, was eine Lebenskrise ist. Warum? Weil es relativiert, der Situation einen „neuen Rahmen“ gibt und den Blick in die Zukunft neu ausrichtet.

 

 

Das Wort Krise stammt aus dem Griechischen. Es bedeutet so viel wie „trennen“ und „(unter)scheiden“. Die Erfahrungen, die wir in einer Lebenskrise machen, teilen unser Leben in ein „Davor“ und „Danach“. Klienten, die mit Liebeskummer in meine Hamburger Praxis „Herzkümmerei“ kommen, sind am Anfang oft desorientiert, sie sind sozusagen zwischen diesen beiden Zuständen, nicht mehr im alten Zustand, aber auch noch nicht im neuen angekommen. Mach dir in der Situation nach der Trennung von deinem Partner immer wieder bewusst, dass es ein „Danach“ geben wird – ganz sicher. Der banale Satz: „Es wird schon alles irgendwie Sinn machen“, kann jetzt zu einem hilfreichen Mantra werden. Auch wenn es momentan schwer zu verstehen ist: Eine Krise bietet die Chance auf einen Neubeginn. Sehr schön zeigt das das chinesische Schriftzeichen für Krise. Es besteht aus zwei Teilen: Der eine Teil symbolisiert die Gefahr, der andere die Chance.  Greife nach der Chance, du wirst sehen, es lohnt sich!

 

Der Weg aus der Krise führt mittendurch

Ja, es ist lästig und tut weh. So viele Fragen stellen sich jetzt: „Wie soll es weitergehen?“, „Schaffe ich es in Zukunft alleine?“, „Was wird aus unserer Familie, den Kindern?“, „Werde ich mich jemals wieder verlieben?“ Liebeskummer ist ein starkes Gefühl, das alles auf den Kopf stellt. Habe ruhig den Mut, dich den schmerzhaften Fragen zu stellen, auch wenn Verdrängung momentan sehr reizvoll sein könnte. Der Impuls ist nachvollziehbar, aber glaube mir, es gelingt nicht auf Dauer. Du kannst die lästigen Gedanken sicherlich eine Weile in den Hintergrund schieben, aber da werden sie auf Dauer nicht bleiben. Sobald du sie verdrängst, kommen sie mit noch größerer Macht zurück.   

Versuche stattdessen den Blick von der negativen Seite der Krise weg zu lenken und sieh das Verlassenwerden durch deinen Partner vor allem nicht nur als persönliches Scheitern. Schau bewusst nach vorne – in Richtung Zukunft – und gehe in diesen Prozess der Wandlung.

 

„Ich schaffe das nicht!“

Diesen Satz höre ich in meiner Praxis immer wieder. „Doch, du schaffst das“!  Eine Veränderung zuzulassen oder aktiv zu gestalten ist tatsächlich sehr schwer. Das findet vor allem unser Gehirn. Es liebt alles, was vertraut ist, und lehnt erst einmal alles, was fremd und ungewohnt ist, ab. Alles soll bitte so bleiben wie es ist. Mit anderen Worten, neuronale Prozesse müssen neu definiert werden. Klingt komplizierter als es ist.  Um neue Verknüpfungen in den Synapsen in unserem Gehirn zu erstellen und dort neue Verbindungen, bzw. Wege zu schaffen, musst du Veränderungen positiv besetzen. Ab jetzt gilt: Jede Veränderung ist willkommen.

Wie kann das gehen, wie überlistet man seinen Kopf? Hier ein paar Tipps: Gestalte deine Wohnung um; erobern sie dir neu, indem du Möbel rauswirst, umstellst, neu dekorierst. Lernen eine Sprache oder suche dir ein Hobby. Hilf anderen Menschen, denen es nicht gut geht. Ein Ehrenamt kann im Moment eine sehr hilfreiche Sache sein. Mache etwas, was du schon immer tun wolltest. Du bist  niemandem mehr eine Erklärung schuldig, nur dir selbst. Klingt auch ein bisschen nach Freiheit, oder? All das lenkt ab und führt weg vom Schmerz.                              

 

Vom Zauber der Veränderung

Natürlich gibt es Menschen, die so heftige Schicksalsschläge erleiden, dass sie daran zerbrechen. Aber Liebeskummer gehört nach meiner Erfahrung nicht dazu. Denn nicht jede Krise ist eine Katastrophe… Rückblickend haben mir viele Klienten erzählt, dass es ihnen nach der Trennung besser ging. Sie fühlen sich gestärkt, haben einen neuen Blick auf sich selbst und die Umwelt gewonnen. „Ich kenne mich und meine Bedürfnisse jetzt besser“, sind Sätze, die ich immer wieder höre. Eine Klientin berichtete mir kürzlich, dass ihr im Laufe des Coachings deutlich geworden sei, dass sie sich in ihrer Ehe selbst verloren hätte, sie wollte nur noch den Ansprüchen ihres Mannes genügen und es ihm recht machen. Nun entdecke sie sich und ihre (verschütteten) Bedürfnisse langsam wieder selbst. Und das, was sie da findet, gefällt ihr sehr. Ach und noch etwas: Ihren Job wechselt sie nun auch noch. Der passt nämlich auch nicht wirklich zu ihr. Wenn schon Veränderung, dann aber richtig!

In diesem Sinne, ich wünsche dir den Mut, dich auf eine Begegnung mit dir selbst einzulassen. Denn: Das Beste in deinem Leben bist du selber!

 

In eigener Sache: Seit September 2019 schreibe ich als Expertin für die Freundin.  Hier findest du spannende Artikel rund um die Themen Persönlichkeitsentwicklung, Liebe, Partnerschaft, Sport, Ernährung – einfach mal reinklicken. Es gibt viel zu entdecken. 

Meinen Artikel findest du hier:  

 

 

 

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